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48. Länderspiel: Matchbericht
von Franz aka Kaiser Beckenbuur Der Gegner war ebenfalls zur Zeit da, vom Würste-Team des letzten Vergleichs beider Mannschaften waren allerdings nicht mehr viele Spieler übrig. Die ersatzstarke Mannschaft der Embutidos stellte diesmal gar ein paar ehemalige Fútbol Sala-2. Division Spieler, das sollte sich auf dem Feld bemerkbar machen. Zur
Teamaufstellung: (V = Verteidiger, HS = Hängender Stürmer, S= Stürmer) Schon von Beginn an zeichnete sich ab, dass dies ein schweres Spiel für die Helvetier werden würde. Der Gegner drängte die Schweizer tief in die eigene Zone zurück, die Bälle wurden schnell verloren und unkontrolliert nach vorne geschlagen. Die Embutidos Paris waren eine technisch hervorragende Mannschaft, dazu gespickt mit konditionell starken jungen Spielern. Das SDT zog sich in eine Art Reduit zurück um anhand von sporadischen Kontern ein wenig Entlastung zu schaffen. In der vierten Minute gelang auf diese Art sogar der Führungstreffer durch Pick auf Pass von Juan. Juan, an diesem Tag überaus motiviert, leistete sich unter Druck leider einige dicke Schnitzer. Der erste tödliche' war ein krasser Fehlpass als letzter Mann, das Geschenk wurde von den Ticos angenommen und in der fünften Minute bereits der Ausgleich erzielt. Wieder war es danach Juan, der im Mittelpunkt stand. Gegen die beschlagenen Würste war im 1-1 vielfach nicht viel auszurichten, dies musste unser erfahrener Abwehrhecke in der siebten Minute feststellen als er ausgedribbelt wurde und die Embutidos mit 1-2 in Führung gingen. Für die Verteidiger war es an diesem Tag sowieso alles andere als einfach. Mal für Mal setzten sich die Gegner im Spiel gegen den Mann durch oder kombinierten sich mit schnellen Direktzuspielen durch die Dreamer-Abwehrreihen. Die Erfahrung und das gute Stellungsspiel von Diego und Rolando konnten die physischen und technischen Unterschiede zu Beginn noch kaschieren, doch von Minute zu Minute wurde die physische Kondition zum Zünglein an der Wage. Im Mittelfeld war Rivelinho oft nur mit Abwehrarbeit beschäftigt und selbst er, der zusammen mit Juan als einzige konditionell mithalten konnten, so manchmal uralt aus gegen die Chorizero-Brasilianer. Die Abwehrarbeit der Stürmer gegen einen solchen Gegner war halt auch, wie so oft, ungenügend. So schalteten sich manchmal alle Gegenspieler auf einmal ins Angriffspiel ein und schufen immer wieder Überzahlsituationen gegen die sowieso schon langsameren Dreamer. In der zehnte Minute führten dann ein Fehler in der Verteidigung und auch noch ein kleiner Patzer von Goalie Eloy zum verdienten 1-3 für die Embutidos Paris. Das Resultat hätte zu diesem Zeitpunkt schon höher ausfallen können, doch die Helvetier wehrten sich mit Kräften und hatten auch ihre Chancen, Pick, Don Ursulo und Rivelinho scheiterten hingegen an einem gut spielenden gegnerischen Torhüter. In der vierzehnten Minute dann das erste Mal ein bisschen Resignation in den Reihen der Schweizer. Niemand auf dem Platz deckte seinen Gegenspieler eng genug und das Laufvolumen hielt sich ebenfalls in Grenzen so dass bereits das 1-4 fiel. Doch nun endlich einmal ein Angriff der Dreamers, der Ball kommt zu Pick, dieser weiter auf Don Ursulo, 2-4! Wieder keimte Hoffnung auf. Doch Unglücksrabe Juan war auch dieses Mal wieder im Zentrum des nächsten Gegentreffers. Er fälschte in der 17.Minute einen Schuss unhaltbar ab. 2-5. Doch postwendend auf das Gegentor folgte die schönste Aktion der Schweizer in diesem Spiel. Der Ball kommt auf der rechten Seite zu Pick, Rivelinho startet aus der Mitte durch, Pick spielt ihm den Ball zentimetergenau in den Lauf, Rive nimmt den Ball im Lauf mit, läuft noch ein paar Meter und schliesst die technisch einwandfreie Aktion mit einem satten Schuss ins untere linke Eck des Torhüter ab. 3-5! Wieder waren wir dran! Es war dies die beste Phase der Schweizer. Der Gegner liess ganz ein bisschen nach, war zwar immer noch spielbestimmend, doch nicht mehr so drückend überlegen. Die Helvetier hatten Morgenluft gewittert. Doch der Niveauunterschied war nicht zu übersehen, bisher hatte man das Spiel mit Willen, Disziplin, guter Chancenauswertung und ein wenig Glück noch offen gehalten. Aber jetzt bauten einzelne Schweizer konditionell stark ab und der Gegner intensivierte den Rhythmus noch einmal. Als Konsequenz fiel in der 23. Minute das 3-6. Nun war der Damm gebrochen. In gerade Mal 70 Sekunden erhöhten die Embutidos auf 3-8, das 3-7 fiel wiederum ausgelöst durch einen krassen Fehler von Juan als letztem Mann. Diegos Halbzeitpredigt fiel ziemlich hoffnungslos aus. Es wurde von Unterlegenheit gesprochen und davon, vom Gegner etwas lernen zu können. Kein Mut und keine Hoffnung waren zu spüren. Obwohl er natürlich objektiv gesehen recht hatte, muss ich schon sagen, dass man dies in so einer Phase nicht aussprechen dürfte. Man sollte die Jungs nochmals motivieren und keinem ein Alibi geben für eine schlechte zweite Hälfte. So
ist es denn ein wenig unerklärlich wieso der Gegner, trotz der sicheren Führung
im Rücken und obwohl er merklich einen Gang runter schaltete, in einer Phase
der zweiten Hälfte die Schweizer richtiggehend blossstellte. Rivelinho und
Juan fragten sich vergeblich wo denn der Wille im Team war. Gewisse Aktion der
Embutidos Spieler waren gar demütigend für die Helvetier. Während
Juan und Rive mit einigen Fouls wenigstens die Erniedrigung in gewissen Grenzen
hielten, fiel das Team zeitweise auseinander und wurde vorgeführt wie noch
nie zuvor. Dazu passte dann auch die Episode Rolando-Eloy, welche stark an das
Deutschlandspiel erinnerte. Das erste Tor, erzielt von Rolando mit einem Superrush
und einem satten Distanzschuss, war nur Kosmetik. Der Gegner spielte Katz und
Maus mit den Dreamern und erhöhte ohne Sorgen auf 4-12. Erst in den letzten
5 Minuten der Partie, als die Embutidos längst nur noch Showrunden drehten,
konnte aufgrund des nie nachlassenden Einsatzes von Juan noch ein Ehrentreffer
mehr geschossen werden. So nahm der Verteidiger einem Gegner in der Mitte den
Ball ab und leitete weiter auf Rivelinho. Auch dieser kämpfte bis zum Umfallen,
in dieser Situation aber lief er direkt aufs Tor zu, Pick am linken Pfosten, als
er sah, dass der Torhüter einen Schritt Richtung kurzes Eck tat, täuschte
er den Schuss an und passte auf Pick welcher das Leder nur noch einzuschieben
hatte. Es war dies der 50. Alltime Assist von Rivelinho, Gratulation zu dieser
neuen Marke! Danach hatte der
Schiri ein Einsehen und pfiff den Match sogar 3 Minuten zu früh ab. Finito
Lehrstunde! Auf
bald, Rivelinho: "Ich bin nicht zufrieden, das bin ich nie bei einer Niederlage. Aber ich gebe zu, dass da nicht viel zu machen war. Der Unterschied ist einfach zu gross, vor allem von der Kondition her. Trotzdem, lächerlich gemacht werden ist nicht schön, da hätte man ruhig einmal ein bisschen härter, aber nicht unfair, dagegenhalten können." Pick:
"Gegen diesen sackstarken Gegner hatten wir nicht den Hauch einer Chance.
Das Resultat geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Man hat gesehen,
dass uns einiges fehlt um auch gegen solche Gegner zu bestehen. Vor allem am Direktspiel
happerts doch gewaltig." Hier
die offizielle Spielerbewertung aus der "La Gazzetta dello sport": Eloy:
Wie immer einige Glanzparaden und ein paar gedankliche Aussetzer. Konnte bei den
meisten Toren nichts dafür. Rolando:
Organisator auf dem Platz, auch wenn dies gegen eine solche Mannschaft äusserst
schwierig war. Gute Pässe (Vorassists) die zum 1:0 und 2:2. Konnte mit Stellungsspiel
und Erfahrung den Altersunterschied auch nicht kaschieren. Juan:
Läuferisch und einsatzmäßig der beste, leider verschuldete er
ebenso viele Tore mit gefährlichen Pässen und Dribblings als letzter
Mann. Diego:
Guter Einsatz und gekämpft. Es fehlten seine berühmten Rushes nach vorne
und gegen einen solchen Gegner muss versucht werden Mann- und nicht Raumdeckung
zu spielen. Konditionell ebenfalls überlastet. Rivelinho:
Guter Einsatz und kämpferische Leistung. Bei diesem Druck der Gegenspieler
zu ungenau beim Passspiel. Supertor und tolle Vorlage. Konnte mit Willen dem Gegner
teilweise paroli bieten. Pick:
Hatte einen sehr schweren Stand gegen diesen Gegner, dies zeichnet sich in der
Torausbeute aus, mit nur 2 Toren Minusrekord. Konnte die mitlaufenden Verteidiger
kaum stoppen. Don
Ursulo: Halb verletzt in den Kampf gestiegen und trotzdem ein Tor geschossen,
Bravo. Muss vor allem läuferisch aber auch kämpferisch noch mehr an
sich arbeiten.
IMPERIAL
PLAYER of the GAME: kein
Ausruf Azurro-Preis:
*Gegen die Game Stats kann nur innerhalb von 48Std. rekurriert werden. (C) All Rights reserved. S.D.T. 2004 *
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