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SWISS DREAM TEAM

36. Länderspiel:
SWISS DREAM TEAM vs.
Pasion de Gavilánes 5:5
Ort: Belén, Halle Centro Goal
Datum: 07.01.2006, 16.00 Uhr


Matchformat: 5 gegen 5, inkl. Torhüter / 1x 25 + 1x30 Min. mit 5 Min. Pause

Matchbericht von Franz aka Kaiser Beckenbuur

3 Wochen waren vergangen seit dem letzten Spiel, schon befürchtete ich, dass die Sommerpause dem einen oder anderen ein paar zusätzlich Kilos beschert hat, doch ich schien mich zu täuschen. Beim ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte ging es gegen einen ziemlich ruppigen, manchmal gar unfairen Lokalklub genannt die Gavilánes (Sperber). Alle gegnerischen Spieler waren sehr korpulent und die Zweikämpfe wurden hart geführt, ein bitteres Spiel bis zum Schluss.

Zur Teamaufstellung: (V = Verteidiger, HS = Hängender Stürmer, S= Stürmer)
Torwart: Eloy
V: Rolando, El Toro HS: Rivelinho
S: Don Ursulo, Pick
Ersatzspieler: fliegende Wechsel, im 2-3 Min. Takt.
Schiedsrichter: Gestellt vom Centro Gol, unsicher und nicht souverän.

Wie bereits gewohnt gab es auch diesmal eine Überraschung kurz vor Spielbeginn. Sieben Zusagen erhielt ich und gekommen sind nur sechs. Captain Diego blieb dem Spiel unentschuldigt fern. Don Ursulo versuchte noch ihn zu erreichen, doch die Kommunikation scheiterte. Konsequenzen?

Nun aber zum Spiel. Mit nur einem Auswechselspieler blieben die taktischen Varianten gering. PCA Rolando verfügte, dass man zunächst eher abwartend und zurückhaltend agieren sollte, Pick im Mittelfeld bei einem Einsatz zusammen mit Don Ursulo und Rivelinho in der Abwehr, bei Pick und Don U auf dem Feld. Das Spiel ging los und entwickelte sich erstmal gemächlich. Beide Teams lauerten auf Fehler, das SDT begann eher besser und kombinierte ein paar Mal ziemlich schön, doch die Angriffe wurden leider nicht in Tore umgesetzt. Der Sperber Torwart hatte einen Glanztag und parierte die besten Schüsse der Dreamers serienmässig. Don Ursulo, der in der ersten Halbzeit durch sehr präzises Stören der gegnerischen Verteidiger auffiel, und praktisch keinen Zweikampf verloren hatte, spielte einen eleganten Pass auf Pick. Der satte Schuss vom Leon-Hotelier prallte an den Posten! Schade! 5 Minuten später eine scharfe Ecke von Pick auf Don U, aber auch dieser Ball fliegt über das Tor. Auch der Gegner hatte seine Möglichkeiten, doch wie während der ganzen ersten Halbzeit war Torhüter Eloy ein starker Rückhalt und holte ein paar ganz schwere Brocken noch aus den Ecken. Endlich, 8 Minuten vor Halbzeitpause - der Teufelstorwart der Vögel leistete sich seinen ersten Fehler (beim Herauslaufen) , Rolando spielte schnell auf Pick (auf Pass von Rolando) nützte dies sofort kaltblütig aus. 1:0 und gleichzeitig Pausenstand. Der Gegner spielte von Anfang an ruppig, reklamierten bei jedem Seitenaus, bei jedem Eckball und Freistoss. Der Schiedsrichter stand unter Dauerbeschuss. Dazu das harte Einsteigen, manchmal an der Grenze der Fairness und öfters gar ziemlich böse Fouls, doch die Schweizer verhielten sich diszipliniert und gaben im erlaubten Rahmen zurück, sie versteckten sich nicht.

Die 5 Sperber spielten wie Holzhacker

In der Pause war man sich bewusst, dass es nun erst wirklich beginnen würde. Konditionell war der Match anspruchsreich und einige Teamspieler bauten bereits merklich ab. Der Gegner hatte zwar auch nur einen Auswechselspieler, deren Durchschnittsalter lag aber bedeutend tiefer. Ein vorsichtiger Beginn war deshalb wieder verlangt und diesmal gelang es auch, nicht direkt nach der Pause einzubrechen. Der Gegner spielte nun immer aggressiver und sein Pressing nahm zu. Gleichzeitig gelang es den Schweizern nicht mehr, im Defensivspiel derart solide aufzutreten, was zu ein paar kleinen Fouls führte. Eine dieser Szenen nützte dann der Gegner für eine Hollywoodreife Inszenierung. Einer der Gavilánes hatte seine Nerven nicht mehr im Griff und provozierte beinahe ein Gerangel mit El Toro. Dieser blieb jedoch ruhig und wurde zudem von seinen Mitspielern abgeschirmt. Die Schweizer blieben vorbildlich diszipliniert in dieser Phase, sie lagen schliesslich in Führung. Der Schiedsrichter auf jeden Fall fiel nicht auf die Totti-Einlage des Ticos herein, das brachte diesen nun aber beinahe zum Ausrasten. Es folgten Bedrängungen, Beschuldigungen und Worte an den Schiri, die in jedem anderen Spiel und bei jedem anderen Schiedsrichter die direkte rote Karte nach sich gezogen hätten. Der sehr unsichere Schiri liess es jedoch bei gelb bewenden.

Irgendwie schien diese Szene die Schweizer doch aus der Konzentration gerissen zu haben denn es fiel der Ausgleich und kurz danach gar die Führung für die Gavilánes. Der Gegner spielte weiter höchste emotional und provozierte wo es nur ging. Gerangel mit Rolando, überhartes Einsteigen gegen Rivelinho und Pick waren die Folgen. Dies ging so weiter bis zum Schluss, Rivelinho musste sich mit Eisspray behandeln lassen, biss danach aber auf die Zähne und spielte weiter. Auch Rolando hatte durch die Schläge bereits muskuläre Probleme, kämpfte aber ebenso weiter. Die Helvetier nahmen sich nun zusammen und wagten mehr nach vorne. Bei einem Zweikampf in der Platzhälfte des SDT stocherte Rive mit seinem Gegenspieler um den Ball, um welchen mit Händen und Füssen auf beiden Seiten gefightet wurde. Der Winterthurer setzte sich durch, setzte zu einem Rush über die rechte Bande an, täuschte den Schuss an, spielte statt dessen quer in die Mitte auf den mitgelaufenen Pick welcher nur noch einzuschieben brauchte. 2-2. Doch wer nun dachte, das SDT hätte die Kontrolle über das Spiel zurück erlangt, der täuschte sich. An Stelle weiter kontrolliert nach vorne zu spielen, wurde man wieder leichtsinnig, Verteidiger an vorderster Front und ein herausstürmender Goalie, die Überzahlsituationen des Gegners waren nur eine Frage der Zeit. So kam denn auch bald das 2-3 und der erneute Rückstand. Es war die Phase der Gavilánes, welche nun Druck erzeugten und auch den Torhüter immer wieder in den Spielaufbau einbezogen. Doch auch das 2-4 fiel aufgrund einer Überzahlsituation. Rivelinho und El Toro sahen sich 3 Gegenspielern gegenüber und diese schlossen den Angriff mit einem etwas glücklichen Kopfballtreffer ab. Wo war der Mittelfeldspieler?

In der Zwischenzeit hatten auch die Schweizer ihre Chancen, diese wurden jedoch entweder fahrlässig vergeben (Direktabnahme von Rive statt Pass auf Pick, Schüsse von El Toro unter das Hallendach) oder vom Gavilánes Hüter mirakulös entschärft. Das 2-5 dann ein Ebenbild der zwischenzeitlichen Konfusionen, ein Gegner setzt sich gegen drei Schweizer durch und bezwingt auch noch Torhüter Eloy! Die Sperber feierten, deren Anhang ebenfalls. Noch 8 Minuten zu spielen und nichts und niemand hätte noch einen Pfifferling auf das SDT gesetzt, schon gar nicht wer die Statistiken kennt... Selbst die zwei von Eloy mitgebrachten Groupies sagten nach dem Spiel, sie hätten das Federvieh bereits als Sieger gesehen.

Doch sie sollten sich täuschen, in einer sensationellen Schlussphase sicherten sich die Schweizer noch den mehr als verdienten Punkt. Selbst nach diesem Dreitore-Rückstand steckten sie nicht auf und spielten zielstrebig weiter. Rivelinho leistete nun Triple-Einsätze und alle mobilisierten noch einmal die Reserven. Den Anfang der Aufholjagd leitete El Toro ein. Dieser stand an vorderster Front und war sich in einen Abpraller, von Pick provoziert, und würgte den Ball irgendwie über die Linie. Dass der Gegner dabei ein Handspiel des Luzerners passte ins Bild. Die letzten paar Minuten waren angebrochen und das SDT stürmte nach vorne. Rivelinho nimmt den Ball an, zieht ein wenig zur Mitte und drückt ab, ein scharf getretener Weitschuss den der Torhüter nach vorne abklatscht wo Pick erbt und zum 4-5 Anschlusstreffer einschiesst. Das Toremonster stand mal wieder richtig.

Nun wurde es brisant. Die Schweizer hatten Einwürfe und Corner alle paar Sekunden. Einer dieser Einwürfe wurde wie schon unzählige Male vorher von den Gavilánes beim Schiedsrichter angezweifelt, doch diesmal war das Maas voll. Der gleiche Spieler welcher schon die gelbe Karte erhalten hatte, zettelte erneut ein Wortgefecht mit dem Schiri an, auf dass es selbst diesem irgendwann zu viel wurde. Er zeigte dem Sperberfink die absolut verdiente rote Karte. Doch damit begann das Schmierentheater erst. Der Spieler weigerte sich nämlich standhaft vom Platz zu gehen, der Schiedsrichter könne ihn nicht vom Feld verweisen?!

Break: An dieser Stelle muss bemerkt werden, dass der Gegner als Team bereits sehr unfair auftrat. Was aber einzelne Spieler sich noch zusätzlich leisteten, grenzte schon eher an einen Kindergarten als an erwachsene Leute. Dass die gleichen Hirnakrobaten nach dem Spiel einen auf Verbrüderung machen wollen, geht wohl ins gleiche Kapitel.

Nach unzähligen Diskussionen aller Spieler unter einander gelang es schliesslich doch noch, weiter zu spielen. Der Spieler ging widerwillig vom Platz und das SDT bekam seinen Einwurf. Daraus entstand ein Corner und eine weitere Grosschance für die Schweizer. Rolando passt kurz auf Rive, dieser in die Mitte zu Don Ursulo welcher den Ball zurück tropfen lässt, Rivelinho zieht ab aber der Goalie pariert. Der Schiedsrichter liess nun auch entsprechend nachspielen, da man durch die Episode sicherlich fünf Minuten verloren hatte. Irgendwann war es dann soweit. Rive setzt sich wieder über rechts durch mit einem schönen Trick, läuft beinahe an die Grundlinie und spielt den Pass auf Pick, dieser erzielt den verdienten Ausgleich 5-5, wobei Pick von neuem einen Tritt in die Waden bekam.

Danach hatte das SDT sogar noch die Möglichkeit für den Sieg, doch die Kraft liess nach und man wollte auch keinen Gegenstoss riskieren. Es blieb beim Unentschieden, welches man sich mit einer tollen Moral erkämpft hat. Als Fazit kann man sagen, dass dieses Spiel von den Schweizern wohl auch hätte gewonnen werden können, mit einem Spieler mehr (Diego!) oder aber einem noch entschlosseneren Schiedsrichter. Los Gavilánes verdienen sich auf jeden Fall kein Rückspiel mit dem SDT oder wenn, dann höchstens auf dem Bolzplatz…

So verwundert es denn nicht, dass in den Tagen nach dem Spiel diverse Spieler mit Verletzungen und Blessuren beschäftigt waren. Rolando zog sich eine Rippenprellung, einen Schlag auf den Oberschenkeln und in die Achillessehne zu. Pick eine Muskelverletzung an der Wade und Rivelinho konnte am Sonntag kaum stehen, so dick war sein Fussknöchel angeschwollen.


Auf bald,
Euer Franz

PS: Photo aus dem Jahr 1967



Stimmen zum Spiel:

Pick: "Gegen einen guten zum Teil unfairen Gegner konnten wir mit grosser Moral doch noch ein Unentschieden erreichen. Durch unsere technischen Defizite vergeigen wir leider immer wieder sehr gute Kontermöglichkeiten und bringen uns vielfach selbst um den Sieg, das ist sehr schade. Im Gegensatz zum Kämpfen ist das Direktspiel nicht wirklich unsere Stärke."

Rivelinho: "Manchmal war ich nahe dran dem Gegner mit gleicher Münze heim zu zahlen, vor allem als wir im Rückstand waren. Zum Glück habe ich es gelassen. Meine Schlussphase war sehr stark, ich brauche aber in solch einem Spiel auch einen Torerfolg. "

Don Ursulo: "Ich spielte in den ersten 25 Minuten wie Champagner - die zweite Halbzeit wie Mineralwasser!"


Hier die offizielle Spielerbewertung aus der "La Gazzetta dello sport":

(mit 4 Punkterichtern, und neu mit Streichung der Höchst- und Tiefnote und dann Schnitt)

Eloy: Hielt das Team in der 1. HZ mit sehr guten Paraden im Spiel. Bringt aber die Mannschaft mit seinen Ausflügen ( 2.HZ ) immer wieder in Schwierigkeiten. Einige Glanzparaden, generell ein gutes Spiel geliefert. Weiter so.
8.90, 9.25, 8.90, 9.25 > Ø 9.08

Rolando: Patron in der Verteidigung. Zweikampfstark. Nach vorne ging leider nicht viel. Konditionell am Limit, das sah man bei Angriffen wo er vergass zurückzukommen. Scheute keinen Zweikampf und war teilweise nur mit rüden Fouls zu stoppen.
8.80, 9.10, 9.00, 9.20 > Ø 9.05

El Toro: Als Verteidiger ein sehr wichtiges Tor geschossen. Spielt von Spiel zu Spiel konstanter. Sehr schade verlässt er uns ende Januar. Kämpferisch top, gutes Stellungsspiel, Schüsse sehr unpräzis. Du darfst uns nicht verlassen.
8.80, 9.20, 8.90, 9.20 > Ø 9.05

Rivelinho: 3 Assist davon 2 geniale Pässe. Wenn's schnell geht Probleme im Passspiel. In seiner Position sollte aber das eine oder andere Tor drinliegen. Verteidiger und Angreifer, läuferisch vorbildlich.
8.80, 9.30, 8.80, 9.20 > Ø 9.00

Pick: 4 Tore 1 Assist. Ist auch nach der Weihnachtspause in sehr guter Form.
Hat seine Tore gemacht, Mittelfeldrolle defensiv nicht wunschgemäss ausgefüllt.
9.00, 9.20, 9.10, 9.10 > Ø 9.10

Don Ursulo: Vorbildliche Defensivarbeit als Stürmer. Von einem Stürmer erwartet man aber eher Tore. Hatte sehr gute Torchancen die er leider nicht nutzte. 2. Hälfte stark abgebaut.
8.70, 9.20, 8.50, 9.20 > Ø 8.95



IMPERIAL PLAYER of the GAME:



Pick mit Note 9,10 gewinnt einen
weiteren Impi-Preis!




Azurro-Preis:
Azzuro Preis oder auch "Der Sack der Woche", ist eine begehrte Auszeichnung
für große Unfairness, die sich jeder Fußballer mindestens einmal in seiner
Karriere ergrätschen sollte."

Diego,
der erneut unentschuldigt fernblieb, wurde mit einem weiteren Punkteabzug
bestraft. SDT-Disziplinarkommission sah von einer Sperre ab, da Diego
tatsächlich am Spieltag in eine berufliche Explosion verwickelt wurde.



Die SDT-Redaktion erhielt folgenden Leserbrief: "Liebe Dreamers, die Statistikhinweise von Rivelinho sind ja ganz interessant, ich würde aber auch gerne ab und zu ein paar Statistiken lesen über die berühmten SDT-Groupies. z.B. Telefonnummern, Adressen, emails, etc. :) !" (Leserbriefname ist der Redaktion bekannt)
Antwort Redaktion: "Sorry, aus Datenschutz-/Sicherheitsgründen ist es dem SDT-Präsidium nicht möglich diese Daten freizugeben. Damit die SDT-Groupie-Anhänger trotzdem nicht zu kurz kommen - hier ein paar freigegebene Silikon-Stats":

Hellen Morales von 34C auf 36C / Karen Brenes von 32B auf 34C

Marcella Badilla von 28A auf 34C / Rebeca Valerio von 34C auf 36C





Statistikhinweise von Rivelinho:
Das SDT ist in seiner Geschichte mittlerweile bei 21 Siegen, 5 Unentschieden und 10 Niederlagen angekommen.
Pick hat die 100-er Schallmauer durchbrochen und ist nun bei 101 Toren angelangt.
Rivelinho erzielte sein 40. All-Time Assist.
Don Ursulo und Rive liefern sich einen harten Kampf um den 2. Platz in der Alltime-Punktestatistik. Beide haben je 64 Punkte.
El Toro hat im 10 Saisonspiel seinen 11. Punkt erzielt.
Don Ursulo wird am Samstag sein 20. Saisonspiel bestreiten, Rolando sein 15.
Das SDT bekommt diese Saison im Schnitt 6.26 Gegentore pro Spiel und erzielt deren 7.68.
Von den 146 Saisontoren bisher entfallen 75.3% auf die an diesem Länderspiel beteiligten Spieler (Pick: 40.4% / Rolando und Don U: 10.9% / Rivelinho: 8.9% / El Toro: 4.2%)



SDT präsentiert: Fussballanekdoten vom Kaiser Franz (Teil 2):

Nicht nur das Swiss Dream Team, bekannt als FC Hollywood von Costa Rica, auch ich hatte seiner Zeit beim FC Bayern was zu bieten. Hier eine kleine Geschichte zu meinem Abgang bei den Münchnern…

Mein Abschied aus der Liga 1977 war sensationell: Franz Beckenbauer, zu jener Zeit einer der herausragendsten Spieler Deutschlands (oder der herausragende, darf ich wohl sagen), wechselte in die amerikanische Liga zu Cosmos New York - vom spielerischen Level wohl am besten mit einem deutschen Amateurklub zu vergleichen. Nicht minder spektakulär kehrte ich 1980 zurück: Nach 1.638 Tagen "Exil" schnürte der Kaiser wieder in der Bundesliga die Stiefel - beim Bayern-Erzrivalen Hamburger SV. HSV-Manager Günter Netzer holte mich, seinen ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegen, zurück.
Die erste Saison verlief durchwachsen, im zweiten HSV-Jahr gelang mir mit den Norddeutschen dafür mein fünfter Meistertitel. Zum Einsatz kam Beckenbauer allerdings in zwei Jahren nur 28 Mal, Verletzungen zwangen den "Kaiser" meist auf die Bank. Und zumindest damals fand selbst ich kritische Worte: "Mein Fußball in Hamburg war keine Offenbarung mehr."
Mein Abgang 1977 war eher unrühmlich, passte aber zu uns Spielern der damaligen Zeit und zu den Ex-Bayern sowieso: Die Ehe gescheitert, den Fiskus im Nacken, "flüchtete" der Kaiser in die USA. Meinen Ruf als spätere "Lichtgestalt" des deutschen Fußballs konnte das dennoch nicht beschädigen.
Kabarettist Ottfried Fischer beschied Beckenbauer, er sei "der Einzige, der es schaffen könnte, der PDS in Bayern ein Direktmandat zu verschaffen." Trainer Otto Rehhagel brachte Beckenbauers einzigartige Aura auf einen simplen Nenner: "Wenn Franz erklärt, dass der Ball eckig ist, dann glauben ihm das alle."
So ist es. Wer erklärt denn das nun mal der Stiftung Warentest? Bis nächstes Mal, Spezis!






Game Stats:
Spielername:
Tore:
Assists:
Pick
4
1
Don Ursulo
0
0
Rivelinho
0
3
Rolando
0
1
El Toro
1
0
Eloy
0
0

*Gegen die Game Stats kann nur innerhalb von 48Std. rekurriert werden. (C) All Rights reserved. S.D.T. 2004 *