SWISS
DREAM TEAM
33. Länderspiel:
SWISS DREAM TEAM vs. Hola Rent a Car 9:5
Ort: Belén, Halle Centro Goal
Datum: 03.12.2005, 18.00 Uhr
Matchformat: 5 gegen 5, inkl. Torhüter
/ 1x 25 + 1x30 Min. mit 5 Min. Pause
Matchbericht
von Franz aka Kaiser Beckenbuur
Es spricht sich herum in Ticolandia, dass
es da in Belén ein Fussballteam gibt, welches seine Gegner in Furcht und
Schrecken versetzt. Ex-PCA Rivelinho bekam den Anruf und die Herausforderung von
einem Firmenteam aus La Uruca. Doch die tapferen Autovermieter von Hola Rent a
Car kamen selbst gegen die Schweizer Rumpf-5 und zu später Stunde (in der
die Suizos normalerweise schon am Würstel mampfen sind) unter die Räder.
Zur
Teamaufstellung: (V = Verteidiger, HS = Hängender Stürmer, S= Stürmer)
Torwart:
Eloy
V: Freddie (Gastspieler), Victor,
HS: Rivelinho
S: Pick, Don Ursulo
Ersatzspieler:
fliegende Wechsel, im 2-3 Min. Takt.
Schiedsrichter: Gestellt vom Centro Gol,
souveräne Leistung.
Sage
und Schreibe vier Stammspieler fehlten dem Dream Team. El Toro weilte am Strand
und Mirco musste familiären Verpflichtungen nachgehen. Sie entschuldigten
sich bei Zeiten. Rolando war bis am Samstag fraglich, war dann aber übermüdet
und wurde von mir dispensiert. (es bleibt zu hoffen, dass er nicht Struuunz-Syndrome
bekommt, der spielte auch plötzlich nur noch 65% der Meisterschaftsspiele)
Zum Glück gab es immer noch sieben Zusagen, doch halt, Gastspieler Juan tauchte
nicht auf, eine der beliebten "Töffli ist kaputt"-Costa Rica Ausreden
musste herhalten. Die Disziplinarkommission des SDT beschloss einstimmig Juan
für den Rest der Wintersaison (bis Ende Jahr) zu sperren. Zum Glück
brachte Eloy einen valablen Ersatz mit, der seine Sache im ersten Spiel für
die Helvetier ordentlich machte.
Nun
aber zum Froylan-Ledezma-Skandal des Wochenendes. Captain Diego, der schon über
eine Woche lang von dem Spiel wusste und der nur gerade ein paar Steinwürfe
vom Stadion entfernt residiert, erschien nicht zum Spiel, nahm auch keine Telefone
ab. (Der Empfang in Hatillo 8 ist wohl nicht optimal) Anyway, die Schweizer spielten
so nur mit sechs Mann und wurden konditionell ganz schön gefordert. Diego
gab danach am Sonntag Präsident Don Ursulo an, er habe es total vergessen,
wegen dem ganzen Umbau in seinem Schloss. Die Disziplinarkommission des SDT versteht
zwar die starke Beanspruchung Diegos im Moment, als Captain des Teams kommt ihm
jedoch eine besondere Rolle zu. Es wurde, analog zum Falle "Victor",
eine Spielsperre und ein Punkteabzug beschlossen, zudem erhält Diego noch
den Azurro-Preis des Tages, als "Sack der Woche" sozusagen.
Nun
aber zum Spiel. Mit nur einem Auswechselspieler, das verlangte von allen eine
starke Laufarbeit, Rivelinho musste zudem oft als Verteidiger spielen, Pick als
Mittelfeldmann.
Team
Hola Rent-a-Car

Die
Variante aus dem Vorspiel wurde wieder probiert. Anpfiff, Pass von Don Ursulo
auf Rive, dessen Schuss war diesmal aber ungefährlich. Doch das Zeichen war
gegeben, die Schweizer kontrollierten von Anfang an das Spiel und die Spitzen
Don Ursulos und Pick wurden schnell und steil eingesetzt. In der zweiten Minute
war es denn bereits soweit. Das 250. Tor des Swiss Dream Teams. Jubiläumstorschütze,
nein, nicht Pick! Don Ursulo!!! Wie ein alter Routinier schlenzte er das Leder
auf halblinks unhaltbar in die untere Torecke. Die Halle mit zahlreichen Hola-Car-Fans
verstummte ein erstes Mal. Den Pass zum Jubiläumstor gab Rivelinho, der seinem
Ruf als Assistkönig mal wieder gerecht wurde.
Auf
dem heiligen Futbol-5 Rasen in Belén schoss Don U das 250. S.D.T-Tor!
250.
Dreamer-Tor
Der
Gegner war sichtlich geschockt, nicht ab dem Führungstor, sondern ab der
schnörkellosen und geradlinigen Art wie die Helvetier den Hallenfussball
zelebrierten. Die Kombinationen wurden meist durch Direktspiel ausgelöst
und Pick setzte sich im 1-1 immer wieder durch. Auf Zuspiel von Rive schoss er
dann auch bereits in der vierten Minute das 2-0 für das SDT. Doch es sollte
noch besser kommen. Rivelinho schiebt Pick den Ball zu, dieser tankt sich gegen
zwei Gegenspieler durch und erzielt das 3-0. Doch kein Grund zur Pause, wieder
Pick profitiert von einem Abwehrfehler der verunsicherten Karrenschieber und schiebt
ein zum 4-0, erneut ein klassischer Hattrick des Toremonsters.
Das
SDT zeigte zum Teil Fussball vom feinsten, Victor aus der Verteidigung heraus
mit seinen Rushes war ein steter Unruheherd, er hatte viel Pech mit seinen harten
Schüssen. Der gegnerische Goalie zeigte eine ansprechende Leistung. In dieser
Phase gelang es den Schweizern die Partie vollständig zu kontrollieren. Die
Ballstafetten bauten selbst Goalie Eloy ein, der, ausser ein paar leichtsinnigen
Aktionen, der gewohnt sichere Rückhalt war und mit ein paar sensationellen
Paraden die wenigen Gästechancen zu Nichte machte. Die Konsequenz der krassen
Überlegenheit gegen einen nicht schlechten Gegner waren in der siebzehnten
und achtzehnten Minute die Tore zum 5-0 von Don Ursulo, der den Ball geschickt
einem Verteidiger abnahm und sich nicht zweimal bitten liess, sowie von Victor
zum 6-0 nach einem Torwartfehler.
Wie
es so oft passiert, war man nach dieser guten Leistung für ein paar Minuten
unaufmerksam und ruhte sich auf den Lorbeeren aus. Laufmaschine Rivelinho war
gerade draussen als Eloy ein kleiner Flop unterlief, er erhielt den Ball zwischen
den Beinen durch zum 6-1. Das ganze wurde noch schlimmer als nur ein paar Augenblicke
später bei einem Eckball Victor den Ball unglücklich ins eigene Tor
abfälschte. Trotz der glücklichen Tore und der vorangegangenen Dominanz
der Schweizer, schöpfte der Gegner nun Hoffnung und bäumte sich auf.
Ein grosses Chapeau deshalb, denn die "Rent a Cars" gaben nie auf, spielten
immer fair, mit Einsatz und viel Herz.
Der sehr gute Schiedsrichter, der allerdings
von beiden Teams auch keine Probleme bekam, pfiff nach 25 Minuten zur Pause. Die
Schweizer benutzten die fünf Minuten um durchzuatmen, eine weiter halbe Stunde
stand bevor. Der Match sollte nicht mehr aus der Hand gegeben werden. Der Wiederbeginn
nahm sich gut aus, keine zwei Minuten waren gespielt, da folgte das Tor des Tages
und der Beweis, wie sehr sich das SDT in dieser Saison dank den vielen Spielen
als Mannschaft entwickelt hat. Es war zum Geniessen. Eloy spielt den Ball zu Verteidiger
Victor auf der rechten Seite, dieser tippt ihn kurz an und spielt ihn ins Zentrum
wo sich Rive seines Bewachers entledigt hat. Dieser hatte drei Möglichkeiten.
Den Doppelpass mit Victor, der die Bande hinaufgelaufen war, ein eigener Vorstoss
durch die Mitte oder den Pass zu Pick, halbrechts vor ihm. Der Ball kam also zu
Rive und dieser spielte ihn direkt auf Pick weiter, Pick spielt ebenfalls direkt
in del Lauf von Rivelinho der mitgelaufen war und sich nun in unmittelbarer Tornähe
befand, er legt den Ball wieder direkt quer zurück zu Pick und dieser schiesst
ein zum 8-2. Ein Supertor von allen Beteiligten. Die Schweizer hatten weitere
Gelegenheiten um die Führung auszubauen. Rivelinho scheiterte mit seinen
Schüssen jedoch dreimal, einzig ein Pfostenschuss schaute dabei heraus. Don
Ursulo traf ebenso den Pfosten und Pick gar Pfosten und Latte. Der gegnerische
Tormann konnte sich über fehlendes Glück nicht beklagen. Zu guter Letzt
in dieser Phase, ein sensationeller Vorstoss von Victor, der sich zwischen zwei
Gegnern durchsetzt indem er sich über dem Ball dreht und diesen so mitnimmt.
Ein Kabinettstückkerl erster Güte!
Gastspieler
Freddie
(erinnerte mit seinen breiten Schultern an Roger
Boquet, WM-Captain der Schweizer anno 1954. S.D.T.-Materialwärterin,
Ludmilla (Name von jemandem geändert), händigte ihm ein zu kleines Trikot
aus.


Danach
kam die schwächste Phase der Svizzeri. Innerhalb von zehn Minuten erzielte
der Gegner nun drei Tore und kam so bis aufs 8-5 heran. Die drei Tore waren sicherlich
unnötig, hatte man den Gegner doch vorher im Griff. Doch dieser begann nun
"alles oder nichts" zu spielen und setzte die Schweizer mit zwei Spitzen
stark unter Druck, viele Fehlpässe und Fouls resultierten daraus und eben
auch die drei Tore. In dieser Phase sah man die Probleme, auch wenn die beiden
Schweizer Stürmer zusammen auf dem Platz standen. Pick blieb zwar vielmals
sehr diszipliniert hinten und spielte beinahe Libero, doch in den Momenten in
denen sich beide in den Angriff einschalteten, klaffte jeweils in der Mitte ein
grosses Loch. Da sich die gegnerischen Verteidiger auch zum stürmen genötigt
sahen, ergaben sich so unzählige 3-2 Situationen. Auch Gastspieler Freddie
litt stark unter dem Pressing. Viele Stockfehler in der zweiten Hälfte minderten
ein bisschen seine ansehnliche Leistung.
Doch
die Zeit verrann und eine Minute vor Schluss gelang dem SDT dann doch noch das
9-5. Torschütze Pick auf Pass von Don Ursulo. Schliesslich erfolgte der Abpfiff
und die Gegner gratulierten den Helvetiern fair. Sogar der Chef von Hola Rent
a Car war zugegen und sprach noch mit dem SDT, alle waren ob der starken Leistung
der Schweizer beeindruckt und dies wohlgemerkt, mit all den namhaften Absenzen.
Von neuem hat es sich bestätigt, dass die Spielpraxis dem Team gut tut und
man sich langsam aber sicher auf dem Platz kennt. Die Wechsel zwischen Victor
und Rivelinho sind stets unberechenbar für den Gegner, Pick und Don Ursulos
Laufwege bestens bekannt, das Direktspiel wird immer flüssiger und selbst
die physische Kondition scheint bei einigen konstant verbessert. Mittlerweile
kann sogar ein unbekannter Gastspieler ohne grosse Probleme ins Team integriert
werden. Die Statistik wird es beweisen, das SDT hat in der Halle keinen Gegner
zu fürchten, es muss sich einfach auf seine Stärken besinnen und da
besitzt es zum Glück verschiedenste Spielertypen, so dass es beinahe überall
einen Trumpf ausspielen kann.
Auf
bald,
Euer Franz

PS: Den Schuhtelefoniertrick
habe ich übrigens von einem jungen Tico-Fussballer gelernt, der heisst sogar
noch Aléman, saucoole Sache!
Stimmen zum Spiel:
Rivelinho:
"Ein guter Gegner aber ein noch besseres SDT. Vor dem Spiel hatte ich meine
Zweifel, doch wir sind zur Zeit in grosser Form. Wie wir taktisch dieses Spiel
wieder bestimmt haben war schon toll. Meine Schüsse waren heute zum Verzweifeln,
habe das schon beim einspielen bemerkt, wenigstens hat's mit den Pässen geklappt.
Selbst das dirigieren hat in der zweiten Hälfte gut funktioniert!"
Pick:
"Leider nur ein Auswechselspieler. Wir mussten ganz schoen viel
laufen....
hat aber trotzdem Spass gemacht mit den langen Einsatzzeiten.
Hoffentlich kann
ich meine gute Form in den naechsten Spielen beibehalten."
Don
Ursulo: "Eine klasse Mannschaftsleistung, die sich auch in den Noten
wiederspiegelt. Konditionnell war die Aufgabe für mich am Limit. Würde
gerne wiedermal nur Spitze spielen, dazu müssten wir aber 8 Spieler sein,
und der neue PCA müsste dies auch noch bewilligen".
Don
Ursulo mit seinem 38. Tor holte sein ehemaliges Danish-Dynamite-Idol
Preben Elkjær Larsen ein.


Der
amüsante Däne, der täglich 1 Packung "Ziggis" rauchte,
ist längst Kult. Unvergessen sein "Barfuss-Tor" (hatte beim Flankenlauf
sein Stollenschuh verloren) im Meisterjahr 1985 mit Hellas Verona (u.a. zusammen
mit der Walz aus der Pfalz). An der WM 1986 trumpfte er ebenfalls stark auf mit
4 Toren in 4 Spielen. An der EM 1984 gelangen die Wikinger dank Larsen bis ins
Halbfinale. Im Penaltyschiessen gegen die Spanier schoss er den entscheidenden
fünften Elfer jedoch über die Latte. Sein Auslanddebüt gab er als
junger Schnauz beim 1. FC Köln im Jahre 1976, aus dieser Zeit stammt auch
eines seiner lustigen Zitate. Als er von der Vereinsführung getadelt wurde
man hätte ihn in einer Kneipe nach Mitternacht mit einer Flasche Whiskey
und in Begleitung von einer Dame gesehen, antwortete er keck: "Unwahr, es
waren zwei Damen und eine Flasche Champus!"
Hier die
offizielle Spielerbewertung aus der "La Gazzetta dello sport":
(mit 3 Punkterichtern, und neu mit Streichung der Höchst- und
Tiefnote und dann Schnitt)
Eloy: Einige schlichtweg sensationelle
Paraden und Sprünge. Er erinnerte an den schwarzen Panther. Wie meist wurde
das Bild aber durch üble Abspielfehler und Leichtfertigkeiten getrübt.
Nicht unschuldig an einigen Gegentoren.
8.90, 9.20, 9.00> Ø 9.00
Freddie:
Für das erste Mal ein gelungenes Spiel. Diszipliniert und hielt sich an die
Anweisungen. Technisch ein wenig ungelenk, mit guter physischer Präsenz.
8.75,
9.15, 9.00 > Ø 9.00
Victor:
Nach Vorne wiederum mit guten Rushes und Schüssen, doch die letzten Pässe
kommen noch immer nicht. Gegen hinten konzentriert und ohne grosse Fehler. Viel
gelaufen.
9.20, 9.20, 9,10
> Ø 9.20
Rivelinho:
Starke Laufarbeit und gute Pässe. Im Abschluss schwach, vor allem die Schüsse
sehr ungelenk. War der Organisator des Spiels, der auch einmal das Tempo raus
nahm wenn es sein musste.
9.20,
9.20, 9.10> Ø 9.20
Pick:
Hat mal wieder zugeschlagen. Ein besonderes Lob gilt aber der Tatsache, dass er
häufig als Verteidiger spielte und so den Mittelfeldleuten Platz nach Vorne
liess. Als Stürmer dann aber in der Abwehrarbeit zu löchrig.
9.15,
9.20, 9.40> Ø 9.20
Don Ursulo: Endlich mal wieder
mehr als ein Tor erzielt. Listig wie er dem Gegner die Bälle abnahm, in der
Abwehr noch immer zu wenig konzentriert, lässt den Gegenspieler zu häufig
aus den Augen. Mit ein wenig mehr Abschlussglück lag ein Tor mehr drin.
9.20,
9.20, 9.00 > Ø 9.20
IMPERIAL
PLAYER of the GAME:

Pick,
Rive, Victor und Don Ursulo, mit Note 9,20
(zwei Punkterichter
sahen den Grossteil der Mannschaft als Star)
Somit zum ersten Mal gleich 4
(!) Spieler als Impi-Sieger!
Azurro-Preis:
Azzuro
Preis oder auch "Der Sack der Woche", ist eine begehrte Auszeichnung
für große Unfairness, die sich jeder Fußballer mindestens einmal
in seiner
Karriere ergrätschen sollte."
Diego
mit
seinem Monatsflop (ein klassisches Froylan Ledezma-No Show)
(hier im
Bild mit seinem Kumpel Froylan, schlechter Umgang färbt eben doch ab!)


Hier wieder
einmal einige interessante Daten aus den Statistiken des Swiss Dream Teams, zusammengestellt
von Rivelinho und gesponsert von Ricola:

El
Brujo wird am Samstag sein 20.Länderspiel bestreiten.
Pick fehlen noch
fünf Tore bis zu seinem 100. Länderspieltor!
Das SDT hat 74.07% aller
seiner Hallenspiele gewonnen!
Der zehnte Saisonsieg des SDT stellt einen neuen
Rekord dar. Dies bei sechzehn Spielen. Zum Vergleich. Letztes Jahr gab es in 15
Spielen 9 Siege.
Victor erzielte sein 20. Saisontor, Rivelinho sein 20.Saisonassist.
Don Ursulo (28) und Rivelinho (32) schliessen langsam zu Victor (37) auf in
der Saison-Punktewertung. Pick (70) ist uneinholbar entrückt.
Teil
10 der S.D.T-Photo-Serie: "Kaiserliche Zitate"

|
Game Stats:
| Spielername: |
Tore: |
Assists: |
| Freddie |
0 |
1 |
| Pick |
6 |
0 |
| Victor |
1 |
0 |
| Don
Ursulo | 2 |
1 |
| Rivelinho |
0 |
3 |
| Eloy |
0 |
0 |
|
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